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(8) Unsere Angebote basieren auf der Grundlage der Inklusion, wonach das Leben mit einer psychischen Erkrankung eine Facette gesellschaftlicher Vielfalt ist und Partizipation und Angebote für alle vorzuhalten sind.
Eine Gestaltung von Lebensverhältnissen, in denen psychisch kranke Menschen als ExpertInnen ihrer selbst verstanden und zur Selbstverwirklichung befähigt werden, ist richtungsweisend für uns. Unsere Arbeit zielt darauf ab, psychisch kranken Menschen Alternativen zu dauerhafter stationärer Unterbringung anzubieten und Gettoisierung zu verhindern. Wir gehen davon aus, dass die räumliche und organisatorische Trennung von Wohnen, Arbeiten, Freizeit und Tagesgestaltung den Lebensentwürfen der meisten Menschen entspricht.

(9) Wir verstehen psychische Gesundheit und Krankheit als Prozesse, die soziale, psychische und körperliche Aspekte umfassen.
Wir arbeiten in multiprofessionellen Teams und kooperieren mit externen DienstleisterInnen. Zielsetzung ist es, die Lebensbedingungen unserer NutzerInnen zu stabilisieren und zu verbessern. Gemeinsam mit ihnen erschließen wir persönliche und äußere Ressourcen, fördern Außenorientierung und individuelle Sozialkompetenz.

(10) Wir arbeiten weitestgehend symptomtolerant und akzeptieren die Besonderheiten unserer NutzerInnen.
Wir verstehen Symptome psychischer Erkrankungen auch als individuelle Überlebensstrategien. Wir erkennen an, dass für einen Teil unserer NutzerInnen die Schaffung von geschützten Lebensbereichen Priorität vor Erwartungen an Rehabilitation sowie „Heilung und Normalisierung“ hat.