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(11) Unsere Einstellung zu psychopharmakologischer Behandlung ist geprägt von dem Grundsatz „So wenig wie möglich, so viel wie nötig“.
Wir respektieren, dass es einen berechtigten Wunsch nach der Linderung individuellen Leidens gibt. Darüber hinaus stellt ein für das Umfeld erträgliches soziales Verhalten eine wesentliche Voraussetzung für Integration dar. Beides kann durch geeignete Medikamente positiv beeinflusst werden. Wir wissen aber auch um die Nebenwirkungen und Risiken psychopharmakologischer Behandlung. Wenn möglich und gewünscht begleiten wir die NutzerInnen in Zusammenarbeit mit den behandelnden ÄrztInnen bei der Medikamentenreduzierung zum Erhalt einer größtmöglichen Lebensqualität.

(12) Beziehungsarbeit und die Bereitstellung einer fördernden und schützenden Umgebung bilden die Pfeiler unserer professionellen Tätigkeit.
Wir arbeiten niederschwellig und nutzerInorientiert. Wir sichern Grundversorgung und Kontakt. Wir bieten verlässliche, sichernde und begrenzende Beziehungen an. Art und Intensität dieser Beziehungen richten sich nach den Fähigkeiten und Bedürfnissen der NutzerInnen. Wir gestalten einen organisatorischen Rahmen und ein personales Umfeld, welche sich sowohl durch Flexibilität als auch durch Festigkeit auszeichnen. Beides passt sich somit wechselnden Anforderungen an. Dabei berücksichtigen wir ausdrücklich, dass einige Frauen und Männer jeweils spezifisch gestaltete Schon- und Entwicklungsräume benötigen.